Vom Reintal auf den Kleiderbügel

Wir verarbeiten Wolle aus den Bergen und haben dabei jeden Schritt selbst in der Hand. Der Weg dorthin war so anspruchsvoll wie die Pfade, die unser Werdenfelser Bergschaf jedes Jahr erklimmt. Aber er hat sich richtig gelohnt! So sammeln wir heute daheim die Wolle, lassen sie im Ötztal waschen und im Inntal spinnen. Dann wird sie von Strickerinnen in Heimarbeit von Hand zu Produkten verarbeitet. Slow Fashion im Rhythmus der Schafschur.

Gestrickt, geschätzt, gewachsen.

Eines der wichtigsten Produkte, in denen unsere heimische Wolle steckt, ist der handgestrickte Janker. Von Grund auf bodenständig und doch immer über Form, Schnitt und Muster zeitgemäß interpretiert. Das gilt auch für unsere wechselnden Accessoires wie Kissen, Handyhülle oder Etuitasche, die mit regionalem Bezug in die Welt hinaus möchten. Komme was Wolle also - manchmal bis zum buntgestrickten Gürtel.

Fein am Bein.

Von Pfoasn über Loaferl bis Heaslan. Mann weiß warum.

Wolle - Fein am Bein
Wolle - Fein am Bein

Wolle kann was.

Unsere Bergschafwolle hat viele natürliche Eigenschaften, die übers Körperwärmen hinausgehen. Mit temperaturausgleichender Funktion schützt sie im Sommer vor Überhitzung, ist außerdem geruchshemmend, schmutzunempfindlich und knitterfrei.

Das Werdenfelser Bergschaf gehört zu den Almwiesen wie der Haferlschuh zur Tracht und ist damit Identitätsstifter unserer Heimat. Aber wer ist eigentlich dieser blökende Wolllieferant? Ein Zwiegespräch. In Hanglage, im Augenblick …

Wolle - Werdenfelser Bergschaf
Wolle - Schaf

Aus der Herde am Stepberg löst sich ein Schaf. Sein besonderes Gewand, das Wind und Wetter trotzt, fällt sofort ins Auge. Und manifestiert sich in einem Wort: „Dreifrisurenschaf“. Vorne Kurzhaar, dann Lockenleichtigkeit und hinten wehende Glatthaarmähne.
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Ein handgestrickter Schafwolljanker war zu jeder Zeit ein absolutes Kult-Produkt, man hat so einen immer gebraucht, egal was sonst so angesagt war.

—Thomas Grasegger