Das Grasegger Magazin - No.9

9 Vorbereiten mit Verstärken, dann Etikett auf Futter, hintere Nähte schließen usw. Das ist taktaktak, einfach Routine. Braucht man denn bestimmte Eigenschaften, um ins Nähhandwerk einzusteigen? R: Man braucht schon bissl a Ruhe, also zu hektisch sollte man nicht veranlagt sein (kleiner Schmunzler in meine Richtung). Aber ich glaub’ so jemand macht den Beruf auch nicht, man hat ja schon eine gewisse Vorstellung. E: Ja, eine gewisse Fingerfertigkeit, Vorstellungskraft und Liebe zu Material und Mode an sich sollte schon vorhanden sein. Habt ihr denn vorher mal etwas anderes gemacht? Alle: Nein, wir haben das alle direkt gelernt. Und wenn ihr euch so gut kennt, springt ihr dann auch mal zusammen in den See? E: Wir haben uns wirklich immer mal vorgenommen, miteinander auf den Berg zu gehen, ham’s aber zu dritt noch nicht geschafft. Zur Wettersteinalm wollen wir gerne. M: Vielleicht klappt’s nächstes Jahr gell? Das drucken wir hier doch mal schwarz auf weiß … Jetzt müss’n ma gell? (Gelächter) Aber hier macht ihr alle alles oder? E: Das war bisher so, aber seitdem uns die Barbara unterstützt, macht sie vornehmlich Röcke und Schürzen. Das ist für uns a Riesenhilfe, da das Dirndloberteil immer mehr Arbeit macht. Wenn man es im Gesamten sieht, sind bestimmt fast 3/4 der Zeit demOberteil gewidmet und wenn natürlich die fertigen Röcke schon dahängen, müssen wir zum Schluss nur noch zusammenfügen und sind schneller fertig. Man arbeitet einfach spezialisierter und wir können unsere ganze Erfahrung in den kniffligen Part einbringen. Und die Schürzen gibt es in der Machart „einfach gereiht“ oder „zehnfach gereiht“? Ein Schwenk zur Rockexpertin Barbara: Ja, bei den zehnfach Gereihten ist der Reihbund oben einfach breiter. Welche Formman lieber mag ist Geschmackssache und das hält sich bei Aufträgen die Waage – aber einfach gereiht sieht für mich bissl moderner aus. Monika Regina Elisabeth

RkJQdWJsaXNoZXIy Mzk0ODY=