Der Grasegger - Machart

Sie sitzen am Ende einer langen Kette. Aus Entscheidungen, emotionalen Momenten und farbverschiedenen Geschmacksvarianten – die „Dirndl-Damen“ der Manufaktur Grasegger. Denn in den Händen von Elisabeth Obermeier, Regina Goldhofer und Monika Bierling wird das, was in den Bestellblättern der Maßkonfektion steckt, zum Leben erweckt. Aus „Armloch kneifen-vorne-rechts“, „Rückenhöhe bei starken Schulterblättern“ und „eckig hoch mit Paspol“ werden kundenindividuelle Kleider. Die sie in der Farchanter Manufaktur nähen und sich dabei allerlei Gedanken machen. Zwischen „da dad jetzat schee a Blonde neipassn“ und „bei welchem Festl werd’s wui ausgführt“ rattern die Nähmaschinen, werden Haken und Knöpfe von Hand angebracht und dann und wann die Schokoladenschublade hinzugezogen.

Willkommene Nervennahrung für eine Arbeit, die „interessant und einfach wunderbar ist“, aber auch so manche Herausforderung birgt. Zum Beispiel quergestreifte Röcke, bei denen sich das Muster genau an der Naht treffen muss. Oder Samt-Mieder, die kein Auftrennen verzeihen.

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Ob sie auch mal geheime Nachrichten in einen Rock einnähen? In die Richtung „leider zugenommen – vielleicht mal wieder laufen gehen?“ Sie lachen. „Könnten wir, machen wir aber nicht. Es wäre jedoch manchmal schön, die Kundinnen in den fertigen Kleidern zu sehen.“ Ob das eine Einladung ist, im neuen Gwand hinter den großen Fenstern des Manufakturgebäudes einen Präsentationslauf hinzulegen? Das dürfen Sie selbst entscheiden.

Viel Spaß beim Lesen und Schmökern!